Eine professionelle und rechtssichere Dienstplangestaltung ist mehr als die Verteilung von Arbeitszeiten oder Schichten. Führungskräfte und Dienstplanverantwortliche müssen gesetzliche und tarifrechtliche Vorgaben beachten, den tatsächlichen Personalbedarf berücksichtigen und gleichzeitig auf Ausfälle, saisonale Belastungssituationen, z.B. im Winterdienst auf dem kommunalen Bauhof und kurzfristige Veränderungen reagieren.

Dienstpläne rechtssicher und bedarfsgerecht gestalten

Streuautomat mit der Aufschrift Winterdienst - Rechtssichere Dienstplangestaltung

typical winter service vehicle in germany - translation: winter service

Wer Dienstpläne erstellt, genehmigt oder verantwortet, trägt dabei eine besondere Verantwortung. Fehler können nicht nur zu Unzufriedenheit bei Beschäftigten und organisatorischen Problemen führen. Sie können auch zu arbeitszeitrechtlichen Verstößen, finanziellen Ansprüchen und Haftungsrisiken führen.

Das gilt insbesondere bei Rufbereitschaft, Bereitschaftsdienst, Schichtarbeit, Zeitzuschlägen sowie saisonalen Einsatzzeiten, beispielsweise im Sommer- und Winterdienst, aber auch bei technischen Bereitschaften, IT-Back-Office-Systemen, Wartungs- und Sicherungsorganisationen.

Führungskräfte, Personalverantwortliche und Dienstplanerinnen und Dienstplaner müssen dabei zahlreiche Vorgaben bei der Dienst- und Einsatzplanung berücksichtigen: von der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit über Ruhezeiten und Ausgleichszeiträume bis hin zu tariflichen Regelungen z.B. im TVöD bzw. im TV-L und besonderen Dienstformen.

Gleichzeitig muss der Personaleinsatz so organisiert werden, dass die erforderliche Mindestbesetzung gewährleistet und vorhandenes Personal wirtschaftlich eingesetzt wird.

Das Seminar Dienstplan rechtsicher gestalten vermittelt die wesentlichen gesetzlichen und tarifrechtlichen Grundlagen für eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche und rechtssichere Dienstplangestaltung – mit besonderem Blick auf Rufbereitschaft, Bereitschaftsdienst, Zeitzuschläge sowie saisonale Dienste wie Sommer- und Winterdienst kommunaler Bauhof. Dabei wird insbesondere herausgearbeitet, welche Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, wo rechtliche Grenzen liegen und welche Verantwortung die unterschiedlichen Hierarchieebenen tragen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Haftungsrisiken bei Verstößen gegen arbeitszeitrechtliche Bestimmungen. Anhand typischer Fallgestaltungen wird gezeigt, welche Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, wo rechtliche Grenzen liegen und wie typische Fehler vermieden werden können.

Die Teilnehmenden erhalten damit eine praxisorientierte Entscheidungsgrundlage für die Planung, Steuerung und Kontrolle von Personaleinsätzen.

Ziele:

 Nach dem Seminar können die Teilnehmenden

  • die wichtigsten gesetzlichen und tarifrechtlichen Vorgaben für die rechtssichere Dienstplangestaltung einordnen,
  • Arbeitszeiten und Dienstformen im Saison-, Sommer- und Winterdienst und bei technischen Bereitschaften, IT-Back-Office-Systemen, Wartungs- und Sicherungsorganisationen rechtssicher planen.
  • Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst voneinander unterscheiden und sachgerecht einsetzen,
  • Ruhezeiten, Ausgleichszeiten und Zeitzuschläge bei der Dienstplanung berücksichtigen,
  • Dienstpläne bedarfsorientiert und wirtschaftlich gestalten,
  • mit Dienstplanänderungen, Ausfällen und kurzfristigen Personalengpässen rechtssicher umgehen,
  • besondere Anforderungen saisonaler Dienste wie Sommer- und Winterdienst, aber auch bei technischen Bereitschaften, IT-Back-Office-Systemen, Wartungs- und Sicherungsorganisationen berücksichtigen.
  • Haftungsrisiken für Arbeitgeber, Führungskräfte, Dienstplanverantwortliche und Beschäftigte erkennen,
  • die aktuelle Rechtsprechung für die eigene Planungspraxis nutzen und
  • Eckpunkte für flexible und rechtssichere Arbeitszeitmodelle bzw. Betriebs- oder Dienstvereinbarungen ableiten.
OPIMIUS Präsentation, Meeting